Beim Scherschneiden wird ein Schneidstempel durch das Werkstück gedrückt, welches auf der Schneidplatte liegt. Dabei kommen oft hydraulische Pressen zum Einsatz.

Wie viel Kraft der Kolben für diesen Vorgang aufbringen muss, hängt von der Fläche des zu schneidenden Werkstückes ab. Diese resultiert aus dem Umfang der auszuschneidenden Kontur und der Dicke des Werkstückes.

Formelzeichen

FSchneidkraft [N]
Fmgemittelte Schneidkraft [N]
A / SScherfläche [mm²]
Rm maxmaximale Zugfestigkeit [N/mm²]
τaB maxmaximale Scherfestigkeit [N/mm²]
WSchneidarbeit [Nm]
sBlechdicke [mm]
UUmfang der zu schneidenden Kontur[mm]
Amax / Smaxmaximale Scherfläche [mm²]

Die Scherfestigkeit ist genau wie andere bekannte Festigkeitswerte eine Spannung. Bei Normalspannungen wirken die Kräfte orthogonal auf die gedachte Schnittfläche. Bei Scherspannungen wirken diese in der gedachten Schnittfläche. Um dies deutlich zu machen werden für Scher- Schubspannungen das Formelzeichen Tau τ statt dem üblichen Sigma σ verwendet.

Formeln

Schneidkraft

F=S·τaBmax

Scherfläche

S=U·s

gemittelte Schneidkraft

Fm=23·F

maximale Scherfestigkeit

τaBmax0,8·Rmmax τaBmax=FS

Hierbei handelt es sich um Näherungsgleichungen.

maximale Scherfläche

Smax=FτaBmax

Schneidarbeit

W=23·F·s

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