Wirtschaftlichkeit

Bezogen auf die Wirtschaftlichkeit gibt es immer wieder gewisse Grundsätze die es zu beachten gilt.

  • Anteil der Personalkosten senken
  • Maschinenlaufzeiten steigern
  • Automatisierungsgrad erhöhen
  • Fertigungsablauf optimieren (schneller, besser, fehlerärmer, leistungsfähiger)

Schweißtechnik

Auch in der Schweißtechnik setzt man sich immer mit der Wirtschaftlichkeit auseinander. Dazu stellt man sich zu Beginn oft folgende Fragen:

  • Ist es ein Entwicklungs- oder Fertigungsprojekt?
  • Neufertigung oder Reparatur?
  • Großserien, Kleinserien- oder Einzelteilfertigung?
  • Wie viel Zeit steht zur Verfügung?

Bei Serienfertigung versucht man den Ablauf auf die Sekunde genau zu optimieren, bei Reparaturen, muss oft schnell mit wenig Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit agiert werden. Bei Einzelteilfertigung sind gewisse Prozesse für ähnliche Fälle zwar durchdacht, die Feinplanung aber selten auf die Minute durchgeplant.

Konstruktion

Einen wesentlichen Teil trägt die Konstruktion zur Wirtschaftlichkeit eines Produktes bei. Einige allgemeine Tipps:

  • Nahtöffnungswinkel so gering wie möglich wählen. Lieber kleiner werden als größer.
  • möglichst wenig Einzelteile
  • Kant- Walzprofile statt geschweißte.
  • beidseitige Kehlnähte statt einseitige. (zwei Kehlnähte mit a=3 haben nur die Hälfte an Nahtvolumen wie ein Kehlnaht von a=6)
  • Bei T-Stößen bei t ≥ 12 mm DHY statt HY Naht.
  • Bei t ≥ 20 mm DV Nähte statt V Nähte
  • Schrumpfung durch Zugaben von Material berücksichtigen um maßhaltige Teile zu fertigen (spart Korrekturmaßnahmen)
  • Unterbrochene Kehlnähte bei hohen Nahtlängen.
  • Kehlnähte nicht größer als a=10 stattdessen HV Naht + Kehlnaht
  • Schweißverfahren entsprechend der Anforderung wählen

Kostenvergleichsrechnung

Sind die fixen und variablen Kosten erst einmal ermittelt gilt es oft festzulegen, welche Maschine bzw. welches Verfahren aus wirtschaftlicher Sicht eingesetzt werden sollte. Dazu berechnen wir zunächst die Grenzstückzahl. Kf steht jeweils für die fixen Kosten und Kv für die variablen.

MGr=Kf2Kf1Kv1Kv2

Ist die Grenzstückzahl ermittelt, kann anhand der folgenden Bedingungen ein Verfahren gewählt werden.

m>MGr  K2 < K1   |Maschine/Verfahren 2 ist günstigerm<MGr  K1< K2    |Maschine/Verfahren 1 ist günstiger

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